Software half, ein gestohlenes Notebook zurückzubringen
12 September 2011
Vor nicht allzu langer Zeit machte der Besitzer eines Apple-Notebooks (Josh Kaufman) eine bedauernswerte Erfahrung. Sein MacBook wurde gestohlen, und die Polizei war an einer Ermittlung nicht interessiert. Normalerweise wäre hiermit die Geschichte zu Ende, aber in diesem Fall passierte etwas anderes.
Kurz vor dem Raub installierte der Besitzer ein Programm auf seinem MacBook, das heimlich die Spur des Benutzers verfolgte. Es machte Screenshots, Fotos mit der integrierten Kamera und identifizierte sogar den möglichen Standort des Geräts, wenn ein Wi-Fi-Netzwerk genutzt wurde. Die Software sendete all diese Daten regelmäßig an die E-Mail des Besitzers.
Der Besitzer des gestohlenen Computers schrieb ein Blog namens „Dieser Typ hat mein MacBook“ und begann, die Screenshots und Fotos zu veröffentlichen, in der Hoffnung, dass jemand den Dieb erkennen oder sich die Polizei mehr für den Fall interessieren würde. Glücklicherweise formatierte der Dieb nicht die Festplatte und verkaufte das Laptop auch nicht, sondern behielt es und nutzte es selbst. Das hatte zur Folge, dass Kaufman schnell viele Fotos des Diebs wie er schlief, am Computer saß, sein Autor fuhr, usw. sammelte.
Ein paar Tage später nahm die Polizei den Straftäter fest und gab das gestohlene Eigentum an seinen Besitzer zurück. Laut der Polizei konnten sie den Dieb dank der von Kaufman gelieferten Fotos festnehmen.
Diese Geschichte hat bei MacBook-Besitzer zu vielen Diskussionen geführt. Viele haben bereits Apple gebeten, ein den bereits bestehenden Diensten Find My iPhone und Find My iPad für iOs ähnliches App in der nächsten MacOS-Version zu integrieren.

Es ist schon längst bekannt, dass die Informationen von den Rechner auf mehreren Wegen geklaut werden können, dabei mit sehr einfachen Mitteln.
Basierend auf weltweiten Untersuchungen des Unternehmens InfoWatch konnten in der ersten Hälfte 2010 382 Fälle von Verlusten privater und vertraulicher Daten nachgewiesen werden. Das sind mehr als 2 täglich. Die Ursachen von 169 (44%) solcher Datenverluste wurden als vorsätzlich, von 185 (48%) als unbeabsichtigt eingestuft.