Deutschland: Nationales Cyber-Abwehrzentrum
5 March 2011
Laut einer Pressemitteilung Deutschlands Innenminister Thomas de Maizieres soll in der ersten Hälfte dieses Jahres ein neues Organ zum Schutz der Internet-Ressourcen – das Nationale Cyber-Abwehrzehntrum – geschaffen werden.
Dieses Zentrum soll dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) untergeordnet sein, das sich mit ähnlichen Aufgaben bereits beschäftigt hat.
Zum ersten Mal wurde dieses Projekt im Sommer 2010 nach der Entdeckung des Stuxnet-Virus erwähnt. Deutschland wurde damals von der Virusattacke auf den Iran zwar nicht direkt betroffen, aber es war genug, damit die Behörden die Verwundbarkeit der IT-Infrastruktur des Landes einsehen konnten, die auf solche Bedrohungen gar nicht vorbereitet war.
Es wird vorgeschlagen, dass das neue Nationale Cyber-Abwehrzentrum mit den Befugnissen der Polizei und der Geheimdienste ausgestattet wird, damit es möglicht effizient den Hackerangriffen widerstehen könnte. Man muss auch sagen, dass solche Befugnisse bereits für zahlreiche politische Debatten gesorgt haben. Die Vertreter der Freien Demokratischen Partei behaupten, dass die Schaffung einer solchen Behörde mit so weiten Befugnissen gegen das Gesetz verstöße.

Französische Presse berichtet über steigende Unruhe wegen des massenhaften Abhörens von Telephongesprächen. Viele Politiker und Journalisten erklärten öffentlich, dass ihre Gespräche abgehört wurden.
Viviane Reding, die EU-Kommissarin für Informationssicherheit und Medien, rief die europäischen Machthaber auf, Ihre Aufmerksamkeit auf das Problem der ständig verschwindender Benutzerkontrolle über die Verbreitung deren persönlichen Daten zu lenken.