Apple verliert 2.4 Millionen Dollar wegen eines Informationslecks
5 April 2011
Paul Devine, Apples Manager für weltweite Lieferungen, hat seine Schuld beim Firmenbetrug zugegeben. Als Apple-Angestellter hatte er Zugriff auf vertrauliche Daten, die er an Drittpersonen weitergereicht haben soll.
Auf diese Weise sollen Unternehmen aus Singapur Einsicht in Verkaufsprognosen und technische Features künftiger Apple-Produkte bekommen haben. Dementsprechend hatten sie bessere Chancen auf neue Verträge und konnten so Apple um seinen Gewinn bringen. Devine soll einen Prozentsatz von diesen Verträgen bekommen haben. Seine Kunden waren dabei nicht an technischen Produktionsgeheimnissen und neuen Designs interessiert.
Paul Devine arbeitete bei Apple seit 2005. Zu seinen Aufgaben gehörte u.a. das Abschließen von Verträgen mit iPhone- und iPad-Lieferanten. Sein jährliches Einkommen betrug ungefähr 100 Tausend Dollar.
Er wendete sich an seine Kunden per E-Mail und benutzte dabei kostenlose E-Mail-Systeme (Gmail, Hotmail) in seinem Büro. Gerade dort fanden die Polizeibeamten Kopien seiner E-Mails.
Es war ein ernsthafter Fehler von ihm, dass er E-Mails zum Versenden von vertraulichen Daten genutzt hatte. Die Statistik zeigt, dass nur 6% der Informationslecks auf diese Weise vollzogen werden. Dabei wird es immer einfacher und schneller, die Beweise fürs Durchsickern der Informationen per E-Mails zu finden.
Dem ehemaligen Manager droht nun eine ernste Haftstrafe. Devine wurde bis dato noch nicht verurteilt und ist im Moment gegen Kaution freigelassen worden. Er hat sich bereits willig erklärt, eine Entschädigung in Höhe von fast 2.3 Millionen Dollar zu zahlen.

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