11 November 2010
Google gehört zu den größten Internet-Unternehmen und ist im Rahmen der Datenerfassung für das Google Street View-Projekt in einen Skandal um Datenschutz verwickelt worden. Die Daten für diese Dienstleistung von Google werden von Kamerawägen gesammelt, die mit spezieller Ausrüstung ausgestattet sind und die Straßen abfahren.
Der Skandal begann in Deutschland, dessen Bevölkerung großen Wert auf die Sicherheit ihrer persönlichen Informationen legt. Die deutschen Staatsbürger äußerten ihre Bedenken bezüglich des Erscheinens von Menschen, Hausnummern und Autos in Street View. Ihren Forderungen wurde entsprochen: Daten wurden gelöscht und etwa 250 000 Häuser verschwanden aus der Datenbank der Dienstleistung.
Der zweite Strang des Skandals begann, als bekannt wurde, dass Google-Autos unwissentlich eine Verbindung zu allen Drahtlosnetzwerken in Reichweite aufgebaut und einige Informationen daraus gesammelt hatten. Der Google-Vorstand bestätigte dieses Abfangen, stellte es jedoch als Versehen dar. Anscheinend war im Algorithmus der Wagenantenne irrtümlicherweise ein Code aus einem anderen Programm eingebaut. Der Umfang an Daten, die aus Wi-Fi-Netzwerken abgefangen worden sind, beträgt in etwa 600 Gigabyte (ein Viertel aller Netzwerke in europäischen Städten sind vollkommen ungeschützt).
Momentan fordern öffentliche Organisationen in mehr als 30 Staaten eine Verurteilung der Internet-Gesellschaft wegen Verstoßes gegen Gesetze zur Informationssicherheit.
Um diesen Konflikt zu entschärfen, versprach Google, die gesammelten Daten zu löschen, und ernannte Alma Whitten zum Director of Privacy. Dies soll der Wahrung von Anwenderinteressen und dem Schutz ihrer persönlichen Daten dienen.
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