Die ersten Programme, die die Tastenschläge abfingen, sind in den 90ern erschienen. Sie waren noch ganz primitiv und hatten nur noch eine Funktion: sie haben eine Protokolldatei der Tastenschläge geführt. Danach haben sie es gelernt, diese Dateien per E-Mail zu verschicken und die eigene Präsenz tüchtig tarnen (unter Windows 9x wurde das leicht gemacht). Im Jahre 2000 konnte man etwa 300 verschiedene Keylogger-Programme finden.
Bis 2002 fangen solche Programme an, sich zu profilieren. Es erscheint z.B. ein kostenpflichtiges Programm für die Überwachung eigener Partner — Loverspy, das über sich im Druck viel sprechen ließ. Außerdem wird zum Hauptziel solcher Programme nicht die Tastaturüberwachung, sondern die Netzwerkaktivität des Benutzers, schwerpunktmäßig die Mails.
2005 ist die Anzahl verschiedener Keylogger-Programme 6000 Überstiegen, sie ließen sich dann in zwei Gruppen nach der Anwendungsart unterscheiden: die eine wurde zum Hackerwerkzeug und Virenmodulen, die andere zum legalen Werkzeug, das für die Benutzer kein rechtliches Risiko bereitete. Anders gesagt hat man für Spyware legale Einsatzgebiete gefunden:
- Überwachung von eigenen Kindern im Internet zur deren Sicherheit (parental control software);
- Überwachung anderer Benutzer des eigenen PCs (personal monitoring software);
- Überwachung eigener Mitarbeiter zum Zwecke, die Arbeitsproduktivität zu steigern (employee monitoring software);
- Überwachung durch den Sicherheitsdienst der Eingaben von kritischen Schlüsselwörtern, die ein Diensgeheimnis repräsentieren;
- legale Analyse und Untersuchung der Zwischenfälle mit Hilfe von PCs;
- Untersuchungen, die die Genauigkeit, Schnelligkeit und Angemessenheit der Reaktionen vom Personal auf externe Wirkungen in Frage stellen;
- Überwachung eigener Tätigkeit am PC, um die Arbeitsstatistiken zu erheben und die Arbeit zu optimieren.
Es sind Programme erschienen, die die Benutzer von illegalen Keyloggern schützen sowie die Antispyware-Module in Virenscannern.
Neben programmatischen Lösungen wurden auch Hardware-Lösungen angeboten. Das sind kleine Geräte, die sich in die Tastatur, in den Rechner selbst oder dazwischen einbauen lassen und alle Informationen abspeichern können, die über die Tastatur eingegeben werden. Solche Geräte findet man mit großen Schwierigkeiten, und für die Installation muss man nicht einmal den Rechner einschalten.

Etwas später wurde es durch die wissenschaftlichen Studien belegt, dass auch solche Geräte überflüssig sind, denn man kann über 96% der Informationen wiederherstellen, indem man die Tatstaturgeräusche aufnimmt.
Durch den Wachstum der Sozialnetzwerke und Messenger für diese Netzwerke sind auch die Abfangfunktionen für diese Art Nachrichten in den modernen Monitoringsystemen eingeführt worden.
Zum heutigen Zeitpunkt ändern sich die Entwicklungstendenzen für diese Programme. Das Internet wird immer mobiler, und mobile Geräte gewinnen immer mehr an Funktionen. Moderne Handys werden mit leistungsfähigen Prozessoren, schnellem Internetzugang, GPS-Sensoren ausgestattet, das alles macht diese Geräte zum begehrten Ziel für die Überwachung. Heute existieren schon z.B. Programme gegen den Handydiebstahl, die in regelmäßigen Zeitabständen dem Benutzer den genauen Standort mitteilen.